Grosses EP-Debuet auf Traum Schallplatten: Egokind – Diamond Days

Wir geben unumwunden zu: Wir wissen nicht genau, was genau man alles lernt, wenn man Sounddesign studiert. Was wir aber wissen: Es scheint sich in jeder Hinsicht positiv auszuwirken, wenn man selbst Musik produziert. So ist es nämlich bei unserem guten Freund Jan Hammele, besser bekannt als Egokind.  Dass wir ein großer Fan seiner Musik sind, und genau diese bei unserem Blog immer wieder eine große Rolle spielt, ist längst kein Geheimnis mehr. In den letzten zwei Jahren ist er vor allem durch Releases auf Kallias Music aufgefallen und jedes einzelne haben wir sehr gefeiert. Vor kurzem erschien nun Jans EP-Debüt auf dem etablierten Traum-Label und die Zusammenstellung hat gleich mit ersten, unvoreingenommen Blick auf die Tracklist eine gewisse Größe, die für zwei Veröffentlichungen gereicht hätte, wenn es nach uns ginge.

Denn die Zusammenstellung für das Release umfasst sechs Tracks, wobei „Fade Me“ bereits aus „Tour De Traum VI“ bekannt und die Tracks „Nuba“ und „Sinus“ in Zusammenarbeit mit Parra for Cuva bzw. Ozean entstanden sind. Schon jetzt gehört die EP zu einem der meist gespielten Alben bei uns und wir das ist uns Grund genug, das release an dieser Stelle ausführlich vorzustellen.

Der erste bzw. titelgebende Track „Diamond Days“ braucht für seinen Aufbau auch mehr als neun Minuten und Kenner von Egokinds Stil werden diesen auch nach kurzer Zeit raushören. Denn der Track zeigt auch die typische detaillierte Vielschichtigkeit (Gefrickel wäre zwar lapidar gesagt; aber auch passend). Der Track erreicht auch erst ungefähr nach der Mitte durch hinzugefügtem Synthie-Element seinen Höhepunkt, sodass der Titel-Track bis zum Schluss interessant bleibt.

Kraftvolle Gitarren-Sounds und raumfüllendene Effekte, straight treibende Basslines findet man so also auch in den Tracks der neuen Produktion Egokinds, wenn man Beschreibungen glauben darf, kamen die Vocals vom Künstler selbst. „Mijal“ ist verglichen mit dem Titel-Track zwar kürzer, hat aber trotz fast monotonem Einstieg einen ähnlichen Aufbau bzw. Steigerung „nach hinten raus“. „Fade Me“, wie eingangs erwähnt schon bei Traum veröffentlicht, ist besonders atmosphärisch und hat durch die Melodie sowie eingesetzten Sounds wirklich traumhaften Charakter, weshalb der Track in diesem Release wohl nicht fehlen durfte. Der Track „Blood“ hat einen treibenden Groove, der darin mit Klavierspiel als Hauptelement gekonnt eine Symbiose eingeht und man hier bei diesem Track von Egokind fast von Reduziertheit sprechen kann, was auch Hörer ansprechen dürfte, denen die anderen Tracks zu verspielt sind.
Ähnlich melodiebetonter und atmosphärisch ist die Zusammenarbeit mit Parra for Cuva bei dem Track „Nuba“, wo es bei Groove gebrochener zugeht. „Sinus“ ist in Zusammenarbeit mit Ozean entstanden und führt diese Richtung fort, weitaus langsamer und gebrochener Beats mit experimentelle Klängen – ohne dabei die Grundmelodien zu stören. Insgesamt ist die Veröffentlichung eine vielseitige und somit bei genauem Blick auch inhaltlich große Zusammenstellung.

 

Label: Traum Schallplatten
Katalognr.: TRAUMV172
Release date: 03.02.2014

Egokind – Diamond Days @ Beatport

 

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